Dienstag, 30. September 2008

Kriechende Tomaten

Im Frühling ging ein Teil meiner Jungpflanzen unter anderem in die Gegend von Baden bei Wien. Erich, ein guter Freund von mir, und seine "Big Family" waren die Abnehmer. Erich schenkte mir übrigens das Buch "Der Kosmos im Garten" von Wolf-Dieter Storl geschenkt. Ein wirklich schräges Buch mit absolut interessanten und nicht alltäglichen 08/15-Ansichten über den Garten im Allgemeinen, über den Anbau von Obst und Gemüse und allem drum herum.
So passt es auch, dass Erich seine Tomaten nicht wie wir Tomatenfuzzis an Stäben oder Schnüren hochbindet, sondern diese am Boden ranken lässt. Auch Tomatendächer sind dort Objekte, die nicht unbedingt den Weg in seinen Garten finden würden. Als ewiger Pessimist und einer, der beim Tomatenanbau vielleicht schon zu festgefahrene Meinungen vertritt, war ich natürlich zuerst mal skeptisch. "Da wird er sehen wie es schnell es geht, bis ihn die Braunfäule einholt", habe ich mir gedacht.Tatsache ist: Die Braunfäule hat mich trotz Hochbinden und Tomatendächer erwischt, ihn nicht. Er erntet heute noch reife Tomaten, was mich echt freut.

Kommentare:

  1. Hallo Stefan, deine Story von Freund Erich ist ja sehr interessant. Man könnte folgern, nicht soviel rumdoktorn an den Tomaten, sondern sie einfach mal in Ruhe lassen. Im letzten Jahr hatte ich fast nichts ausgegeizt,hatte einen richtigen Wildwuchs, die Ernte war riesig. Braunfäule kam auch, aber viel später, so dass ich auch noch Ende Sept.erntn konnte, in diesem Jahr garnicht dran zu denken. Was lerne ich daraus? Ich manche es im kommenden wieder so, nicht viel rausreißen und dann noch Erichs Idee ausprobieren.
    Bunte Herbstgrüße
    von Edith

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  2. Ich denke, dass das Klima hierbei einfach mitspielen muss. Im Burgenland werden Tomaten auch am Boden liegend angebaut. Hätte ich mehr Fläche, würde ich das auch machen. Denn üblicherweise ist es bei uns sehr heiß und sonnig, es regnet sehr wenig bei uns, und wenn, dann trocknet der ständige Wind die Pflanzen flugs wieder ab. (Dieses Jahr war diesbezüglich eine Ausnahme, leider.) Baden hat ja auch schon einen pannonischen Einschlag. Im Innviertel, wo ich herkomme, würde ich dieses Experiment nicht wagen.
    Liebe Grüße, Margit

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  3. Mit dem Klima hast du natürlich recht. Ich habe auch nicht vor meinen Tomatenanbau a la Stekovics abzuändern. Dafür bräuchte ich erstens deutlich mehr Platz und zweitens würde die Braunfäule dann womöglich schon vor der Ernte winken.

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  4. interessant ist es aber schon und vielleicht ja auch einen Versuch wert. Denn Platz hätte ich nächstes Jahr. Aber ich glaube bei uns kommt einfach zuviel Regen runter..

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