Dienstag, 23. September 2008

Ernteerfolg aus dem Mühlviertel

Schwarz-weiß war bisher das Leben meines Freundes Schützi S. Seit er jedoch stolzer Besitzer eines Gartens ist, sieht die Sache schon viel bunter aus und endlich kam etwas Farbe in sein Dasein. Ich habe es ihm ja schon oft gesagt: schwarz-weiß sind einfach keine Farben. Da muß es doch noch mehr geben!
Es folgt ein Text, den mir Schützi zukommen hat lassen mit der Bitte ihn hier im Blog zu veröffentlichen. Dem werde ich natürlich gerne nachkommen. Für den Inhalt ist die genannte Person allein verantwortlich. ;-)

"Bevor die Kälte kam - das ist jetzt eineinhalb Wochen her - hab ich nochmals die Ernte bei den Tomaten eingefahren. Alles Pflanzen von meinem Samariter-Tomatenvater. Bunt durcheinandergemischt nach der Ernte liegen die leckeren Früchte dann in der durchaus kühlen Küche und teilen sich die Schüssel mit:
  • einer mordsmäßig aggressiven Chili - Mitbringsel des Tomatenvaters.
  • einer moderaten Paprika aus eigener Aufzucht
  • einem Hokkaido in Miniaturausgabe, der noch dem Verzehr harren muss.

Eine persönliche Hitliste der Tomatenvatertomaten zu erstellen ist leidlich schwer, aber die kleineren Exemplare habens kaum einmal in die Wohnung geschafft (Gelbe Johannisbeeren, Golden Cherokee und die zwei kleinen roten Arten). Die größeren haben dagegen stets gute Dienste geleistet, wenn sie in Sugo verkocht wurden (Phils Fantastik), oder gemeinsam carpacciomäßig mit Büffelmozarella und frischem Basilikum und einem Glaserl Wein ein entspanntes Abendessen garantierten (die gelb-rot-orangen, deren Namen ich nicht mehr weiss).

Auch ansonsten - abseits der Tomatenvaterunterstützung - hat mich mein Grünzeug - heuer erstmalig von mir gepflanzt nicht enttäuscht: Die Zucchinis waren kaum zu bändigen, die Kürbisse früh dran und nun wiederkehrend, die Broccholi gut entwickelt, die Kräuter wuchernd, die Rhabarber zur Ernte perfekt, die Beerenfrüchte mit Ausnahme der zickigen Heidelbeere zum Naschen ausreichend, die 9 (!) Weinstöcke alle wohlerzogen, der Mangold zwar etwas zu schattig aber vorhanden und vor allem meine Kohlsprossen, die dem ersten Tau entgegenwachsen.

Danke dem Tomatenvater! LG Schützi."

Jedenfalls hat sich da jemand in der Bestellliste für kommendes Jahr einen Platz ganz oben reserviert. ;-)

Kommentare:

  1. Noch ein Tomatenfan! Dich würde ich jetzt glatt verlinken, aber nur, wenn du es mir erlaubst! Viele Grüße, Brigitte

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  2. @Brigitte: Es wäre mir eine Ehre wenn du mich verlinkst. Dein Blog hat echt Charakter. Respekt.

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  3. Das ist nett, Stefan. Freut mich auch, dass mein blog dir gefällt. Ich mag gerne blogs mit Aussagekraft, und in deinem kann man auch was lernen. Grüssle, Brigitte

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  4. Danke fürs Veröffentlichen...

    Allein: Die Liebe zu Schwarz-Weiss bleibt natürlich von den frohen Gartenfarbenspielen unberührt.

    Aber das ist eine andere Geschichte.

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  5. Da hast du aber jemanden infiziert, Stefan! Schön, wenn man dann so nette Worte zurückbekommt.
    Liebe Grüße, Margit

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  6. Hallo Stefan, wenn ich hier so die Erfahrungen von selbstgezogenen Tomaten aus Samen lese, dann werde ich richtig neugierig, es auch mal zu probieren. Auch mal ausgefallene Sorten zu sähen, habe ja noch den ganzen Winter Zeit, um zu überlegen.
    Liebe Grüße
    von Edith

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