Er meinte, dass der Ertrag in Ordnung sein, die richtige Dosierung der Düngermenge allerdings etwas Wissen und Erfahrung voraussetzt. Der Grund, warum er keine normale Erde nutzt, liegt klar auf der Hand: Er wohnt im 5. Stock eines Wiener Altbaus ohne Lift. Auch das gibt es heutzutage noch. Säcke mit Blumenerde oder Kompost hinaufzutragen ist einfach zu beschwerlich.
Verständlich. Er hat aber noch einen weiteren Grund genannt. Da er in unmittelbarer Nähe zur meistbefahrensten Strasse Österreichs wohnt, hat er eine massive Belastung an Luftschadstoffen, die sich in der Erde ablagern. Ein Teil der Schadstoffe wird über die Blätter aufgenommen - dagegen kann er nicht machen- ein anderer Teil wird über die Wurzeln aufgenommen. Und hier meint er, dass er auf seine Art weniger Schadstoffe in die Pflanze befördert.
Vor 2 Jahren habe ich eine Bodenanalyse durchführen lassen. Hat mich einfach interessiert, da ich unweit der VÖEST wohne und die Stadtautobahn auch nicht allzu weit entfernt ist. Der Schwermetallanteil war zwar erhöht, aber nicht in einem Ausmaß, in dem es laut Labor besorgniserregend wäre. Auch wenn wir ökologisch gärtnern, aber einige Faktoren haben wir nicht in der Hand. Dass unser Gemüse aus dem eigenen Garten allerdings absolut schadstofffrei ist, ist jedoch eine Illusion. Egal ob Erde oder Steinwolle.