Donnerstag, 14. Mai 2009

Ausgesetzt

Nun hat ja das Mühlviertel ein etwas rauheres Klima im Vergleich zu seiner Landeshauptstadt Linz. Deswegen habe ich auch beschlossen, das Auspflanzen der Tomaten und des übrigen Gemüses iVm Stefan etwas zu verzögern.

Am vergangenen Wochenende, ein kurzes "noch dazu", war es dann aber soweit. Sämtliche von Stefan erhaltenen und von der Arche Noah gekauften Pflänzchen wurden im Kofferraum im Zuge eines Wochenendausfluges vom Büro in Linz in den Kleingarten im Mühlviertel überführt und im Freien ausgebracht: Zunächst die 3 Arche Noah-Kürbispflanzen, die da wären: Moschus-, Spaghetti- und Feigenblattkürbis. Alle 3 haben heuer die leichte Aufgabe, die maue Ernte des letztjährigen Bellaflora-Hokkaido zu übertreffen. Der hatte nach einer frühen Frucht Anfang Juli, bis Ende der Saison keine nennenswerte Freude mehr aufkommen lassen. Toi, toi, toi Burschen!

(Die Kern-Söhne des Hokkaido bekommen gerade nochmals im Pflanzbeet die Chance ihren lendenschwachen Vorfahren heuer vergessen zu machen. Die sind aber noch nicht bereit für die Natur...).

Dann ist da noch eine runde, gründe Zucchini, die sich schon schwerer tun wird, da die Latte aus dem letzen Jahr bei ca. 12 wirklich ansehnlichen Kugeln liegt. Mal sehen, der Beginn ist derzeit vielversprechend, da wie am Bild zu sehen, schon einige Blüten drauf sind / waren, und ich von einer frühen Ernte ausgehe.

Nach den Kürbisgewächsen habe ich dann freilich auch das über den Winter etwas angeschlagene Hochbeet saisonfertig gemacht, die Karfiol- und Kohlrabi-Pflänzchen ausgesetzt, (Auf dem Bild oben sind freilich die frechen Fisolentrieblinge zu sehen. Nebst den - von einem fiesen und unbestimmten, mittlerweile entfernten Lamellenpilz -bedrängten Kohrabi-Trieben.)

Was dann natürlich noch dazugehört, was das Umtopfen und unter-Dach-und-Fach bringen der Tomaten. Dies aber in einem eigenen Beitrag später, da mir von STefan aufgetragen wurde, die Tomaten-Kandidaten namentlich zu nennen und mein Gehirn sich die Namen aller neun Pflanzen nicht abgespeichert hat.

Erfolgreich zu Ende gebracht habe ich dann auch noch die Abfüllung und Verstauung der nährstoffreichen Brennessl-Jauche, die ich im letzten Jahr zwar abgefüllt, aber nicht verräumt hatte. Sodass mir die vorlauten Nachbarbuben die Brühe am Bahndamm wieder ausgeleert haben. Weg das gute Nass, der Ärger groß, war zumindest die Gewissheit ebenso groß, dass die beiden eine Zeitlang mit ziemlich stinkenden Händen klarkommen mussten. Recht geschieht.

Und dann genehmigte ich mir, im Unterschied zu Stefan, kein Bier. Sondern die erste ernstzunehmende Ernte der heurigen Saison aus meinem eigenen Garten: Radieschen... Massenhaft und mit grünen Wuschelköpfen stehen die roten Rotzkugeln endlich zum ernten bereit.
Freilich als ich da die Früchten an ihren grünen "Haaren" rausholte, fühlte ich mit ihnen fast ein wenig mit, weil ich mich an die Episode in Gary Larson's "Tales from the Far Side" erinnerte, wo's die Karotten grade so gemütlich haben und dann - schwupps - gerupft und aufgegessen werden... Zu empfehlen also: die Radieschen und Gary Larson...
LG vom Nordmann.

Kommentare:

  1. Werd ich mir merken. ;-)
    Lass mich raten: Die Erde in Deinem Hochbeet hat gewaltig nachgegeben, oder?

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  2. Merklich schon, aber nur in dem Sinne, dass man es "merkt", nicht in dem Sinne "deutlich". :)

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