Mittwoch, 11. November 2009

Erdbeermarmelade war gestern!

Wer bisher dem Glauben erlag, Erdbeere-Rhabarber-Rum-Marmelade wäre eine ausgeflippte Kreation, der wird heute eines Besseren belehrt.
Spanien, August 2009: In einem heimischen Supermarkt endeckte ich ein Glas Tomatenmarmelade - ist gekauft.
Geschmacklich hat es mich positiv überrascht - für industriell hergestellte Marmelade war es nicht übel. Doch selbst gemachtes müßte doch noch besser schmecken. Wäre doch was! Während des Heimflugs überlegte ich dann schon mal, wie ich meine kranken Gedanken wieder mal meiner Freundin beibringen würde. Für LeserInnen, die mich nicht kennen: Ich neige leider bei fast allem was ich anpacke zu einem leichten Hang zur Überteibung, was nicht selten im totalen Chaos bzw. Überschuß endet. Stumme Zeugen sind die ca. 30l Schnaps im Keller.
Unterstützt von einem Einmach-Profi in Person meiner Mutter wurden 3 Gläser Marmelde aus grünen, unreifen Tomaten (German Gold) hergestellt. Geschmacklich einwandfrei, wenn auch etwas dünn - aber zu empfehlen.
Wenige Tage danach bekam ich dann ein Päckchen aus Greifenburg (Kärnten) von der Mutter eines Freundes von mir. Um die Weihnachtszeit habe ich ihr ein paar Tomaten und Chili-Samen geschenkt. Als Dank dafür bekam ich 3 Gläser mit unterschiedlicher Tomatenmarmelade: mit Ingwer-Zimt, Zitrone und grünem Pfeffer.
Eines kann ich euch berichten: Nicht nur am Butterbrot machen diese Mischungen eine sensationelle Figur, sie passen auch hervorragend zu Fleischgerichten. Anstatt Ketchup oder Preiselbeeren findet bei mir Tomaten-Zitrone-Marmelade den Weg auf den Teller zum Gegrillten. Ja selbst zu Pringles (Chips) verwende ich Tomatenmarmelade mit grünem Pfeffer. Bei mir kann so mancher Sternekoch noch etwas dazulernen. ;-)
In diesem Sinne möchte ich mich ganz herzlich für das nette Päckchen aus Kärtnen bedanken. Hat mich echt gefreut!
-stefan-

Kommentare:

  1. Hallo Stefan, du verstehst es immer wieder, einem den Mund wässrig zu machen. Um deine neue Marmelade nach zu kochen, müssen wir leider ein ganzes Jahr warten. Ob es mit eingefrorenen Tomaten auch klappt?
    Liebe Grüße
    von Edith

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  2. Was Großmutter noch wusste - in den Büchern der Kathrin Ruegg habe ich schon vor vielen Jahren von Tomatenmarmelade gelesen. Es ist ein echter Genuss! Und selbstverständlich selbst hergestellt immer viel besser, als gekauft!

    LG, Brigitte

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  3. Tolle Sache, werde ich dieses Jahr ausprobieren. Danke
    Conny

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