Einmal im Jahr hat so ziemlich jeder mal Geburtstag. Auch bei mir war es heute wieder mal so weit. Von meiner Schwiegermutter bekam ich 4 Päckchen mit Tomatensamen. Nein, die Harzfeuer, die überall verkauft wird war nicht dabei. Stattdessen handelte es sich um alte Sorten. Eine der 4 ist die Reisetomate, die ich heuer schon im Sortiment habe. Bei den anderen dreien handelt es sich um Sorten, die mir vollkommen unbekannt sind: "Schneeflocke", "Rheinland" und "Gärtnerfreude". Ob es sich um die originalen Namen handelt, kann ich nicht sagen. Fest steht, dass diese Sorten weder im Tomaten-Atlas, noch auf anderen Tomatenseiten erwähnt werden. Einzig ein Anbieter aus der Steiermark hat sie im Programm. Da meine Schwiegermutter vor kurzem in der grünen Mark verweilte, nehme ich an, sie hat sie von dort bezogen.Montag, 21. April 2008
unbekannte Sortennamen
Einmal im Jahr hat so ziemlich jeder mal Geburtstag. Auch bei mir war es heute wieder mal so weit. Von meiner Schwiegermutter bekam ich 4 Päckchen mit Tomatensamen. Nein, die Harzfeuer, die überall verkauft wird war nicht dabei. Stattdessen handelte es sich um alte Sorten. Eine der 4 ist die Reisetomate, die ich heuer schon im Sortiment habe. Bei den anderen dreien handelt es sich um Sorten, die mir vollkommen unbekannt sind: "Schneeflocke", "Rheinland" und "Gärtnerfreude". Ob es sich um die originalen Namen handelt, kann ich nicht sagen. Fest steht, dass diese Sorten weder im Tomaten-Atlas, noch auf anderen Tomatenseiten erwähnt werden. Einzig ein Anbieter aus der Steiermark hat sie im Programm. Da meine Schwiegermutter vor kurzem in der grünen Mark verweilte, nehme ich an, sie hat sie von dort bezogen.Montag, 14. April 2008
Hat Konsument Recht auf Sortennamen?
Bei Obst findet sich am Preisschild der exakte Sortenname des Produkts. Bei Gemüse jedoch finde ich keinerlei Beschriftung. Chili-scharf bzw. mild, Paprika Tricolore, Bio-Karotten, Zwiebel rot,... Worum handelt es sich dabei? Das sind doch keine Sorten, oder?
Am meisten stört mich jedoch die Nicht-Deklarierung der Tomaten. Ich will ver
dammt noch mal wissen, welche Sorte aus dem Supermarkt mir nicht schmeckt. Letzte Woche besuchte ich wieder den Supermarkt meines Vertrauens und testete bei einem Kostprobenstand eine Cherrytomate. Zuerst überwog natürlich die Skepsis, da eine Supermarkttomate ja nicht schmecken konnte. Aber nein! Es war eine Wohltat, ein Genuß auf allen Linien. Sie war sowas von lecker! Erinnerte mich an letzten Sommer, als ich meine eigenen Tomaten erneten durfte.Die Tomaten stammten aus Österreich, der Sortenname fehlte wie fast immer. Zumindest war die Adresse der Homepage des Erzeugers angegeben. Da mir ja sowieso nichts zu blöd ist, habe ich diesen angeschrieben und mich nach der Sorte erkundigt. Habe aber nicht damit gerechnet, dass ich eine Antwort erhalte, da dies wahrscheinlich ein Betriebsgeheimnis darstellt. Doch siehe da- nach 5 Tagen bekam ich eine nette Antwort und habe darin den Sortennamen erfahren. Um das Verfahren zu vereinfachen, plädiere ich dafür, dass der Sortenname bei Tomaten angegeben werden muß.
Szenenwechsel: Ein Wochenmarkt mitten in der Stadt. Der Verkäufer ist laut Verkaufsschild gleichzeitig der Gemüsebauer. Der sollte doch wissen, welche Sorten er anbaut, oder? Habe ihn danauch gefragt. Er meinte, es komme weniger auf die Sorte an, als auf die richtige Anbaumethode. Und diese Antwort führt mich zu der nächsten Überlegung: Sollte neben der Sortenangabe auch eine Ergänzung mit der Anbaumethode eingeführt werden? ;-)
Mittwoch, 9. April 2008
98 Pflanzen tummeln sich zur Zeit bei mir (noch) im Haus. Haarscharf am Hunderter gekratzt, aber nicht überschritten. Jedenfalls sieht es bei mir zuhause ungefähr so aus, wie an einem Raritäten-Stand auf der Welser Messe, wo u.a. Tomaten verkauft wurden.
Hier eine Liste der heuer von mir gezogenen Tomatensorten:
- Rote Dattelwein
- Gelbe Dattelwein
- Gelbe Johannisbeer
- Rote Johannisbeer
- Aunt Ruby’s German Green
- Golden Cherokee
- Goldfish
- White Currant
- Zwergtomate
- Andenhorn
- Safron
- Gelbes Birnchen
- Rotes Birnchen
- Reisetomate
- Marianna`s Peace
- Striped Roman
- Reisetomate
- Phil's Phantastic
- Goldita
- Schmatzefein
- Goldene Königin
- Mex. Honigtomate
- Moneymaker
- Solotaja Ribka
- Tigarella (Mr. Stripey)
- Teardrops
- Georgia Streak
- Eva’s Purple Ball
- Valencia
- Kremser Perle
- Small Egg
- Paul Robeson
- Black Plum
- White Beauty
- Flamme
- Green Pineapple
- Black Cherry
- Tombling Tom Yellow
- Campari (veredelt)
Insgesamt sind es laut meiner Liste 39 verschiedene Sorten. Beim Durchzählen bin ich jedoch auf 42 gekommen. 3 Sorten, die ich leider derzeit nicht ausmachen kann, befinden sich irgendwo zwischen meinen Pflanzen. Ich lasse mich jedoch überraschen.
Interessanterweise hatte bis auf einzelne Sorten eine relativ hohe Keimrate. Einzig die Yellow Brandywine, die ich von einem Händler hatte, tanzte komplett aus der Reihe. Von 8 Samen erblickte keine einzige das Licht der Welt. Natürlich habe ich reklamiert und mir wurde zugesagt, dass ich entweder mein Geld zurückgekommen kann oder in wenigen Wochen neues Saatgut erhalten werde. Habe mich für letzteres entschieden (im Hinblick auf kommendes Jahr).
Leider auch Totalausfall bei der Costoluto Genovese, bei der von 2 Samen leider keine aufging.
Montag, 31. März 2008
Tomaten-Videos auf YouTube
Samstag, 23. Februar 2008
einmal kurz durchgerechnet....
- 2x Foliengewächshaus 90 €
- 5x Pflanzgefäße (20l-Baueimer) 10 €
- neue Folie, Klebeband 12 €
- Aussaaterde 5l 3 €
- Tomatendünger 5 €
- Gesteinsmehl 5 €
- Blumenerde 200l 15 €
- Samen 20 €
SUMME: 160 €
Ein Foliengewächshaus hält in der Regel 2 Saisonen, mit einigen Reparaturen sogar 3. D.h. im Normalfall wird jedes Jahr ein neues Zelt gekauft (Kosten FGH 45€ + ca. 15€ Reparatur). Um eine feste Verbindung zum Boden zu erreichen, investiere ich in Dachlatten (10€), mit denen ich die Folie sicher verbinde. Zusätzlich wird dieses (Quasi-Fundament) vom Gewicht mit Steinplatten und Kübeln der Tomaten beschwert. Selbst starke Stürme vertragen die Zelter damit problemlos. Ich habe es anfangs selbst nicht geglaubt, ist aber so. ;-) Für die Überdachung meiner "Kleinen" gebe ich pro Jahr 70€ aus. Dafür kann ich 35 Pflanzen unterbringen. Zum Vergleich: Wenn ich mir eine vergleichbare Gewächshausfolie kaufen würde, so bekäme ich dafür gerade mal 18m². Ein gutes klassisches Gewächshaus nach meinen Vorstellungen mit 12m² (mehr ist laut Bauordnung nicht möglich) würde über 1600€ kosten. Wenn bei diesem keine Reparaturen anfallen würden, so würde sich die Investition nach 23 Jahren lohnen. Den ästhetischen Aspekt lassen wir mal weg. ;-)
Pflanzgefäße:
Letzte Saison habe ich alle meine Pflanzen im Kübel gezogen. Da ich jedoch bei einigen Probleme mit Blütenendfäule bekam, werde ich heuer die gefährdeten Sorten direkt in die Erde pflanzen. Der Rest kommt in die Pflanzgefäße aus dem Vorjahr sowie in 20l-Baueimer aus dem Bauhaus, die mit Löchern versehen werden.Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese unverwüstlich sind und gleichzeit billiger als irgendwelche Plastiktöpfe.
Erde:
In die Töpfe wird Gartenerde, Kompost, Sand und Blumenerde gemischt. An Blumenerde benötige ich in Summe etwa 200l.
Samen:
Einen Teil der Samen habe ich mit Tomatenfreunden getauscht, den anderen habe ich bei Pummer, Hahm und ebay gekauft. Dabei bin ich in Summe auf ca. 20 € für Porto und Saat gekommen.
Fazit:
Bei 35 Tomatenpflanzen ergeben sich somit Kosten von 4,60 € pro Stück. Zum Vergleich: Zur Haupterntezeit bekommt man am Markt Tomaten für 90 Cent (über Geschmack läßt sich streiten), was bei meinen jährlichen Investitionen ungefähr 180 kg Tomaten entspricht. Allerdings: Genießbare und qualitativ hochwertige Tomaten (mit Bio-Siegel, Demeter,... sofern es sie zu kaufen gibt) kosten auch zur Haupterntezeit über 3 €, was immer noch über 50 kg Tomaten entsprechen würde.
Damit sich mein Hobby einigemaßen auszahlt, muß jede Sorte mindestens 1,5 kg abwerfen.
Freitag, 15. Februar 2008
Die Saison ist hiermit eröffnet
Mit der gestrigen Aussaat meiner Tomatensamen erkläre ich hiermit die Gartensaison für eröffnet. Mein Gewächshaus wurde kurzerhand aus dem Keller geholt, abgestaubt und die Behälter mit Anzuchterde gefüllt. Insgesamt wurden jeweils 3 Samen von jeder der 21 Sorten verwendet:Rote Dattelwein
Gelbe Johannisbeer
Rote Johannisbeer
Aunt Ruby’s German Green
Golden Cherokee
Goldfish
White Currant
Zwergtomate
Yellow Brandywine
Andenhorn
Safron
Gelbes Birnchen
Rotes Birnchen
Reisetomate
Marianna`s Peace
Striped Roman
Reisetomate
Phil's Phantastic
Goldita
Schmatzefein
Goldene Königin
Mex. Honigtomate
Moneymaker
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei all meinen Tauschpartnern bedanken, die mir die Sortenvielfalt erst ermöglicht haben. Herzlichen Dank!In diesem Sinne, auf eine braun- und krautfäulefreie Tomatensaison!
Dienstag, 18. Dezember 2007
Auswahl der Sorten für kommendes Jahr
Winterzeit - an sich eine ruhige Zeit. Wer sich allerdings hobbymäßig intensiv mit dem Thema Tomaten beschäftigt, der wird in diesen Wochen nicht an der Frage herumkommen, welche Tomaten in der kommenden Saison angebaut werden sollen.Die hervorragenden Sorten aus der letzten Saison werden 1:1 wieder übernommen.
Die Fixstarter in diesem Tomatenjahr:
- Rote Dattelwein
- Gelbe und Rote Johannisbeer
- Golden Cherokee
- Mexikanische Honigtomate
- Goldfish
Auf Empfehlungen von Tomatenprofis werde ich dieses Jahr folgende Sorten probieren:
- Goldene Königin
- Mandarin
- Solotaja Kaplja
- Phil's Phantastic
- White Currant
- Zwergtomate
- Yellow Brandywine
- weitere Sorten folgen
Neben den Tomaten werde diese Saison einige für mich neue Gemüsesorten ausprobieren:
- Birnenmelone
- runde Zucchini
- Zephyr-Zucchini
- Zitronengurke
- Chinesische Schlangengurke
- "red noodle"-Bohnen
Freitag, 16. November 2007
Bambusdünger
Grundsätzliche Überlegungen
den meisten heimischen Gewächsen immergrün und raschelt herrlich im Wind. Bei richtiger Pflege ist der Bambus ein wunderbares Gewächs, das übrigens nicht zu den Gehölzen, sondern zu den Gräsern zählt. Damit der Bambus ordnungsgemäß gepflegt wird, bedarf es gewisser Maßnahmen, wie Winterschutz, Ausholzen, Beobachten (Schädlinge), regelmäßiges Bewässern und eben auch Düngen.Zu letzterem wiederum gibt es einige günstige und effektive Möglichkeiten:
- Düngung mit reifer Komposterde
- Düngung mit Hornspäne oder anderen org. Materialeien
- Düngung mit Flüssigdüngern, Pulver,...
Düngung
eifelsfall eher weniger düngen als zu viel. Die Problematik dabei habe ich schon in meinem Tomatendünger-Bericht erklärt (bei Interesse bitte dort nachlesen).Jede Pflanze hat unterschiedlich Anforderungen was Nährstoffe betrifft. Daher gibt es für fast alle Pflanzen Dünger mit unterschiedlichen Nährstoffangeboten. Als Kundennepp würde ich dies nicht unbedingt bezeichnen. Wer sich die NPK-Werte der verschiedenen Düngersorten ansieht und vergleicht, der wird feststellen, dass das Nährstoffangebot komplett verschieden ist. Wenn ein einziger Nährstoff nicht mehr vorhanden ist, so wächst die Pflanze im besten Fall nicht mehr oder nur schlecht weiter, wird anfälliger für Schädlinge, verfärbt die Blätter,... Dies reicht bis zum kompletten Absterben der Pflanze. Passiert natürlich nicht sofort, sondern schleppend.
Und da ein etwas 2,5 m hoher gesunder und gut gewachsener Bambus schon mal 150 Euro kostet, ist es wichtig, sich auch darum optimal zu kümmern.
Unterscheidungen
Beim Bambus werden rhizombildende und horstbildende Arten unterschieden. Rhizombildende benötigen unbedingt, auch wenn es manche besser wieder wissen, eine Rhizom- oder Wurzelsperre. Diese Folien bzw. Matten gibt es im Fachhandel und kosten nur wenige Euro. Angeblich sind diese bei richtigem Einbau sicher. Ohne Rhizomsperre würde der Bambus ungehindert den gesamtenGarten durchwurzeln, wobei dann sogar der Nachbar eine helle Freude daran hätte. Bei manchen Arten können die Rhizome einige Meter pro Jahr wandern. Ein späteres Entfernen des Bambus ist hierbei mehr als schwierig. Da hilft nur 70 cm Erdreich mit dem Bagger abtragen, Erde entsorgen und neue Erde liefern lassen. Kostenpunkt für Bagger, LKW, Material, Arbeitszeit je nach Durchwurzelung mehrere hunderte bis tausende Euro. Wer den Wurzelsperren nicht 100%ig vertraut, so wie ich, der setzt rhizombildende Arten besser in ein Pflanzgefäß. Hierbei wiederum ist zu bedenken, dass diese, da ja die meisten Arten der Sonne nicht abgeneigt sind, dass ausreichende Bewässerung gewährleistet wird. Gerade an windexponierten und sonnigen Stellen benötigt der Bambus extrem viel Wasser. Im Hochsommer fließen dann schon mal täglich 6-10l in einen Topf, in dem ein 1,5 bis 3m hoher Bambus steht. Am besten sollte es Regenwasser sein, da dieses keinen Kalk enthält. Steht der Bambus direkt im Garten, dann benötigt er weniger Bewässerung, da dem Wurzelsystem mehr Platz zur Verfügung steht.
Gleiches gilt auch für die Nährstoffaufnahme. Ein Bambus im Topf benötigt deutlich mehr Dünger als solche im Garten. Einer im Garten wird möglicherweise jahrelang ohne teuren Dünger auskommen. Einer im Topf wahrscheinlich nicht.
Ich habe schon einige Bambusdünger ausprobiert. Sowohl in flüssiger Form, als auch in als Pulver. Unterschiede kann ich nicht wirklich ausmachen, da die Erfolge nicht sofort Wirkung zeigen. Die Nährstoffverhältnisse entsprechen im großen und ganzen bei allen Bambusdünger in etwa der des "Compo Bambus Langzeitdünger".
NPK-Dünger 18+5+7(+1,7+6), mit Magnesium, Schwefel und Eisen sowie ISODUR®-CONTROL-SYSTEM
Laut Compo handelt es sich dabei um "Hochwertiger Spezial-Dünger für Bambus sowie Zier- und Kübelgräser. Sein Nährstoffverhältnis ist optimal auf die speziellen Bedürfnisse dieser Pflanzen abgestimmt. Eine einzige Düngung reicht für die ganze Garten-Saison. Mit Sofort- und 3 Monate Langzeitwirkung." (Quelle: www.compo.de)
Um was es sich bei dem ISODUR®-CONTROL-SYSTEM genau handelt, konnte ich leider nicht ausfindig machen. Ich habe allerdings ein Mail an Compo geschrieben und werde die Antwort hier posten.
Die Düngermenge hängt natürlich ab von der Größe des Bambus und ka
nn aus einer Tabelle entnommen werden. Dieser Dünger ist ein mineralischer und wird in Pulverform angeboten. Soweit mir bekannt, bietet die Firma Compo keinen Flüssigdünger für Bambus an.
Fakt ist, dass man längere Zeit mit einer Schachtel auskommt. 5 Euro sind eine eher geringe Investition. Meiner Meinung nach reicht es aus, wenn einmal im Jahr, am besten im Frühling, der Bambusdünger aufgetragen und eingearbeitet wird. Ansonsten kann man ja hin und wieder mal etwas Komposterde oder Hornspäne beimengen. Wie oben beschrieben ist weniger oft mehr. Wichtiger beim Bambus als Spezialdünger ist sicherlich das regelmäßige Bewässern und vor allem der ordnungsgemäße Winterschutz.
Samstag, 10. November 2007
Zuviel Laub?
In Gesprächen mit GartenbesitzerInnen mache ich häufig die Erfahrung, dass sich diese über das viele Laub im Herbst ärgern. Zum einen natürlich wegen der mühsamen Arbeit, zum anderen wegen der großen Menge an Laub, die sich so den Herbst über ansammelt und die Biotonne dafür zu klein ist. Ganz ehrlich, viele machen sich selbst das Leben unnötig schwer. Da wird teilweise jedes Blatt penibel genau weggerechnet und in Grüncontainern oder Biotonnen entsorgt. Die Frage ist warum? "Weil es ordentlich aussieht!", "Weil es sich so gehört!" oder "Weil wir es immer so gemacht haben!" sind nur einige der "Gründe".Die Bäume werfen ihre Blätter ab, um den Winter zu überleben. Mit zunehmender Kälte nimmt die Wasseraufnahme über die Wurzeln des Baumes ab. Beim ersten Frost kommt sie sogar ganz zum Stillstand. Müßte der Baum im Winter auch die Blätter mit Wasser versorgen, würde er verdursten. Durch eine Korkschicht am Schaft der Blätter werden die Verbindungen zum Ast gekappt. Auch das Chlorophyll in den Blättern wird jetzt abgebaut. Die roten und gelben Farbstoffe, die in den Sommermonaten von dem Blattgrün überdeckt werden, kommen jetzt zum Vorschein.
Ein weiterer Vorteil: Auf den kahlen Ästen kann sich kein Schnee anhäufen. Die Gefahr, dass die Äste unter einer Schneelast zusammenbrechen ist so verringert. Auch die an der Oberfläche gelegenen Wurzeln des Baumes profitieren von dem Laubabwurf. Die Blätter am Boden schützten sie vor Frostschäden.
1) Winterschutz mit Laub
Falllaub eignet sich ausgezeichnet, um Pflanzen vor Kahlfrösten und extremem Winterfrost zu schützen. Es gibt kaum ein anderes natürliches und in der Regel in jedem Garten anfallendes Material, welches eine solch gute Isolationswirkung hat.
Das Laub wird grosszügig an die Basis der Pflanze geschüttet. Damit gefriert der Wurzelbereich der Pflanzen sehr wenig bis gar nicht und zusätzlich sind die Triebe an der Basis optimal geschützt. Beschwert mit ein paar Tannästen bleibt das Laub den ganzen Winter am gewünschten Ort.
2) Kompostieren
Das Laub von Eiche, Walnuss, Pappel, Platane und Kastanie verrottet nur schwer. Schuld daran ist der hohe Anteil an Gerbstoffen. Die Blätter dieser Bäume sollten eher nicht auf den hauseigenen Kompost geworfen werden. Bei ordentlicher Durchmischung mit Gartenerde oder reifer Komposterde, Kompostbeschleuniger usw ist aber auch hier möglic
h.
Wer Platz hat, lässt gesundes Laub am besten den Winter hindurch als Mulch auf Pflanzflächen liegen. Dadurch fällt es stark zusammen. Geht das nicht, wird das Laub noch im Herbst mit möglichst viel anderem Material vermengt zum Kompost aufgesetzt. Zweige, Gemüseabfälle, Rasenschnitt und anderes Herbstlaub werden sorgfältig mit den Blättern der Bäume vermischt. Wer hat, gibt bereits gut verrottete Lauberde dazwischen und bringt so die nötigen Mikroorganismen in den Kompost ein. Kompostbeschleuniger und Rottelenker aus dem Handel leisten die gleichen Dienste. Sehr gut sind Gaben von Stallmist, die zum hohen Kohlenstoffanteil des Laubes den nötigen Stickstoff hinzufügen. Wer keinen Stallmist bekommt, kann organischen Dünger wie zum Beispiel Hornspäne verwenden.
Das Laub wird immer in feuchtem Zustand aufgesetzt. Zu trockenes Laub liegt nur lose aufeinander, nasses verklebt. Dann verrottet es nur schleppend. Im ersten Fall sollten Hobbygärtner auf Regen warten, im zweiten das Laub gut abtrocknen lassen, rät der Verband. Im späten Frühjahr wird der Kompost zum ersten Mal umgesetzt. Dann kann noch einmal Rottebeschleuniger zugegeben werden. Im Herbst darauf ist das Laub bereits halb zersetzt und lässt sich als Mulch verwenden. Wer das nicht will, setzt erneut um und erhält im darauffolgenden Frühjahr würzige Komposterde.
3) Aufbewahren und im kommenden Jahr einer Nutzung zuführen
Ich habe ja keine Ahnung wie es anderen Gartenbesitzern geht, ich jedenfalls benötige eigentlich das ganze Jahr über Laub. Zum Beispiel für den Bau von Hochbeeten. Eine Schicht bei der Füllung von Hoch
beeten besteht aus Laub. Diese sollte in etwa 15-20 cm dick sein. Wenn ein durchschnittliches Hochbeet sagen wir mal 6 m² groß ist, so wird dafür 1,2 m² Laub in eingebautem Zustand benötigt. Da sich das Laub aber zuerst setzen muß, wird dafür die 2-3 fache Menge benötigt, was in etwa 3 m³ entspricht. In kleineren Gärten wird diese Menge gar nicht erreicht.
Weiters benötige ich Laub eigentlich zu allen Jahreszeiten zum Schichten des Komposts. Von Zeit zu Zeit beschichte ich meinen Kompost mit einer 5-10 cm dicken Laubschicht. Die Vorteile der zeitlichen Zufuhr des Laubes in den Kompostkreislauf liegen darin, dass der Kompost über das Jahr hin mehr Abwechslung in Bezug auf Nährstoffe hat und die Qualität gesteigert werden kann.
Dazu habe ich mir eine Möglichkeit zur Aufbewahrung geschaffen. Aus einem Baustahlgitter habe ich einen sogenannten „Laubturm“ gebaut. Das Laub, das ich nicht unmittelbar im Herbst verwerten konnte, wurde in den Turm geworfen. Dazu hin und wieder einige Äste, Tannenzweige, etwas Komposterde und Grasschnitt. In diesem Turm kann das Laub schon mal zu verrotten beginnen, ehe ich es im Frühjahr weiterverwende. Zusätzlich habe ich einen Igelunterschlupf in der Mitte des Turms auf den Boden gestellt, der logischerweise von Laub und Zweigen umhüllt ist. Durch das Baustahlgitter kommen Igeln problemlos durch und finden so ein mögliches Winterquartier.
4) technische Möglichkeiten
Auf Gemüsebeeten, Pflanzflächen, usw. kann das Laub problemlos liegen gelassen werden. Nicht sehr vernünftig allerdings ist das Liegenlassen auf Rasenflächen. Wer im kommenden Jahr auf einen gut aussehenden Rasen setzt, der sollte auf der Rasenfläche das Laub entfernen. Dazu gibt es mehrer Möglichkeiten:
- Laubentfernung mit Rechen, Laubsauger oder –bläser
- Rasenmäher mit Fangsack bzw. Rasenmäher mit Mulchfunktion
Gerade letzt genannte Möglichkeit bietet sich besonders an. Der Rasen bekommt auf diese Art nochmals Nährstoffe zugeführt und das Laub verschwindet komplett.
5) Untergraben
Wer ein Gemüsebeet besitzt, der hat die Möglichkeit das Laub zu Untergraben. Das Beet gehört sowieso wieder aufgelockert und umgegraben. Dabei kann das Laub einfach mit umgegraben werden. Es verrottet dann im Laufe des Jahres und liefert das ganze Jahr über wertvolle Nährstoffe.
6) Entsorgung
Wer trotz allen Maßnahmen im Garten immer noch zuviel Laub hat, was ich fast nicht glauben kann, der kann den Rest immer noch entsorgen. Biotonnen, Grüncontainer oder Sammelstellen stehen dafür zur Verfügung. In einigen Gemeinden ist die Grünentsorgung kostenpflichtig, wobei oft sogenannte Grünabfallsäcke“ gekauft werden müssen, in anderen wiederum gratis.
Donnerstag, 16. August 2007
Warnung an alle Tomatenfreunde!
Würde diese Sorte nach "Nichts" schmecken, so würde ich von einer Warnung absehen. Diese Fleischtomate ist von der Konsistenz her etwas weich und matschig, vom Geschmack her fällt sie in die Kategorie "nicht genießbar"!
Ich als Tomatenliebhaber hätte nie gedacht, dieses vernichtende Urteil über eine Tomate jemals zu fällen. Die SH hat es eindrucksvol geschafft und bekommt von mir die Auszeichnung "FUCKING TOMATO OF THE YEAR '07".
Ca. 150 l Wasser, 20 l beste Tomatenerde, zahlreiche Brennessel für die Lauge und unzählige Sonnenstunden waren bei dieser Sorte leider komplett umsonst. Bei dieser Sorte kann ich getrost von einem wahren Griff ins Klo sprechen.Böse Zungen behaupten, dass ich gleich "Harzfeuer" anbauen hätte können. Bei einer Verkostung der "Schlesischen Himbeere" meinte ein Teilnehmer, nachdem er sich nach Einnahme fast übergeben hätte, dass diese Tomate den Namen "Kompost" verdienen würde, wo sie auch hingehört.
Ich habe überlegt, ob ich die nicht einlegen oder trocken soll, wie ich es mit der Opalka gemacht habe, doch habe ich mich diesmal für Sugo entschieden. Es bleibt zu hofen, dass sich der Geschmack beim Kochen etwas neutralisiert. Auf alle Fälle halte ich euch auf dem Laufenden.
Hoffe ich zumindest.