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Montag, 14. September 2009

As good as it gets!

Das sei zugleich die Antwort auf den untenstehenden Beitrag von Stefan... :) Man muss mit dem zufrieden sein, was draus wird: Man hat ja doch zunächst sein Bestes zum Gelingen gegeben. Und manchmal kommen halt die - sic - natürlichen Unwegsamkeiten in Form von Schlechtwetterperioden oder Schneckeng'frastern, oder oder oder, dazwischen.

Meine dieswöchige Ernte beschränkt sich neben den üblichen Tomaten (diesmal waren viele schwarze Prinzen dabei), auf einen Butternuss aus eigenem Anbau, der die Stefan'sche Stecknadel doch übersteigt, und ca. 20 cm erreichen wird (Bild!), daneben dann noch 2 Kürbisse aus "biologisch-dynamischen Anbau" (lt. Spenderin), die allerdings den bürgerlichen Namen der Kürbisse nicht gekannt hat. Ein paar Daten:
- ca. 10 - 15 cm im Durchmesser
- Feste weiße, leicht wellige Schale
- dünne Schale (Gurkenschälerdünn)
- Eher feste (nicht mehliges) Fruchtfleisch
- Eine Pflanze trägt (bei entsprechenden Umweltverhältnissen) gut 20 Stk. dieser Dinger.

Kann jemand helfen? Ergoogeln konnt ich vieles aber nicht deren Namen.
LG vom Nordmann.

Sonntag, 13. September 2009

Größenwahn war gestern

Heuer habe ich es doch glatt geschafft, einen einzigen Butternut-Kürbis zu ernten, der gerade mal doppelt so groß ist wie ein handels-üblicher Zahnstocher (siehe Foto)! Wie dieses Künststück gelingt, kann ich allerdings nicht erklären.
Auch bei meinem ersten Versuch Melonen anzubauen habe ich mich nicht besonders mit Ruhm bekleckert. Nachdem eine Nacktschnecke eine Melone mit ca. 8 cm Durchmesser ausgehöhlt hat, fand ich nur noch eine einzige weitere Frucht vor. Da die "Streits Freiland Grün Genetzt" als frühreifend be- schrieben wird, dachte ich dass sie spätestens jetzt reif sein müßte. Ob sie es war kann ich nicht bestätigen. Schmeckte jedenfalls mehr nach Gurke als nach Melone.
Ein weiterer Versuch des Anbaues von Melonen ist für 2010 geplant.
- stefan -

Mittwoch, 2. September 2009

Chilifreuden

Ende des Frühlings legten meine Chilipflanzen einen ca. 6-wöchigen Wachstumsstop ein. Danach dachte ich nicht mehr daran, dass sich diese Saison chilimäßig doch noch ganz gut entwickeln würde. Zumal ich heuer keine einzige Pflanze im Folienzelt setzte. Dieses Jahr steht ein Großteil im Hochbeet, der Rest wurde im gesamten Garten verteilt.
Glockenpaprika, Seepferdchen und ein bei b......a gekaufter "türkischer Geschmackspaprika" sind heuer vom Ertrag her mehr als dürftig. Dafür tragen die verschiedenen Habanero-Pflanzen jede Menge. Selbst die Bih Jolokia trägt nach Anlauf-schwierigkeiten jede Menge Früchte. Gerade auf diese Sorte bin ich gespannt. Soll ja zu den schärferen gehören. ;-)
Die erste Chiliernte dieses Jahr habe ich gleich in meinen Dörrautomaten gesteckt und getrocknet. Aus den Fehlern der vergangenen Jahr habe ich gelernt und mir schon im Vorfeld Einweghandschuhe besorgt. Chilianbauer wissen warum. ;-)

Ernte von heute:
Bih Jolokia, Habanero (orange), Habanero Red Savina, De Cayenne , Aurora, Vogelaugenchili, Res Aji und auf dem Bild ganz links hinten der laut Samenpackung "milde gelbe Pfefferoni", der sich als roter scharfer Chili entpuppte.
-stefan-

Montag, 31. August 2009

Endlich San Marzano!

Endlich stellt sich nun auch bei der letzten Tomatensorte eine erste Ernte ein: die San Marzanos hatten sich bis zuletzt scham- und standhaft in grüne Farbe gehüllt. Nun hat die andauernde Hitze und Sonne doch noch das Ihre getan und die ersten beiden Früchte reifen lassen. Ich hatte schon Zweifel geäußert, dass es sich bei den beiden Grünlingen um Paprika handeln würde. Ein Eingeständnis meinerseits ist freilich angebracht: Die Schattenseite (über den Tag fast durchgehend) ist nicht der ideale Standort für die großen Früchte. Die kleinen verzeihen das noch eher.

Die Sonnenseite mit den "Gelben Dattelwein" und den "Mühls Mini" (siehe Bild) trägt da schon viel dicker auf! Am Wochenende habe ich von meinen Tomaten wieder ein Kilo abgeerntet (inkl. dem Schwarzen Prinzen und den San Marzanos).

Leicht bedroht wird die gute Ernte - insbesondere der Ertrag aus der Goldita - durch die zunehmende Überwässerung durch die von mir beauftragten Gießerinnen. Da fehlt noch das Feingefühl und die nassen Füße stören insbesondere die Goldita doch deutlich...

Was die Kürbisse anbelangt, so legen nach Ernte der ersten Trombetta die beiden Nachfolgerinnen, die sich gleich im Doppelpack durch den Maschendrahtzaun zwängen, nun Tag für Tag deutlich zu. Die dritte Frucht ist leider für einen Tag auf den heißen Aspalt abgestürzt und ist in Mitleidenschaft gezogen, ich hoffe sie schaffts.

Was tut sich sonst? Die rundeZucchini ist heuer viel zu früh verschieden, der Butternuss hält weiter bei einer Frucht und keinen weiteren Ansätzen, der Feigenblatt-Kürbis setzt grad eine weitere Knolle an und auf den Hokkaido bin ich "hab", der wird das kommende Jahr nicht mehr ausgesetzt: noch keine Frucht in Sicht.

LG vom Nordmann.






Dienstag, 25. August 2009

Ernte.Dank.


Früh setzten heuer die Trombetta und der Feigenblattkürbis jeweils eine schöne Frucht an. Das nasse Wetter hatte vielen Blüten massiv zugesetzt und die bereits angesetzten jungen Trieblinge massenweise abfallen lassen. Aber die zwei haben allen Widernissen entgegengehalten und wurden nun unter entsprechender Würdigung der Familie und abgeerntet (sogar die kleine Cousine war zu Besuch).

Der Trombetta bringt immerhin mehr als 3,5 Kilogramm auf die Waage, der Feigenblattkürbis knappe 2,8 Kilogramm.
Was beide auszeichnet, nach Meinung der Experten, ist der Umstand, dass die Früchte im kühlen trockenen Keller sehr lange haltbar sind. Dies insbesondere auf den Feigenblattkürbis gemünzt, der auch tatsächlich bereits dorthin gewandert ist.
Was den Trombetta anbelangt, so wurde der freche Vorderspitz bereits zu einer guten Kürbiscremesuppe verarbeitet. Verfeinert stets mit frischen Kräutern und Kürbiskernöl.
Auf dem weiteren Plan stehen Kürbisrisotto, Kürbisgnocchi und Kürbisschnitzerl. Weitere Ideen sind hier gerne willkommen.

Nun soll die Ernte den mittlerweile nachstoßenden Früchten mehr Nahrung zukommen zu lassen. Immerhin sitzen am Trombetta bereits 2 Nachfolger, deren abenteuerliche Windungen schon zweimal den Maschendrahtzaun durchstoßen haben. Eine schwierige Ernte steht bevor.
Als willkommene Ergänzung nach dem Kürbis gibts freilich nun verstärkt die guten Tomaten, die im Topf stehend, von allen Krankheiten bislang verschont blieben. Zwischenzeitlicher Favorit sind die White Current, die aber erntemäßig schmal ausfallen.
LG vom Nordmann.

Sonntag, 24. Mai 2009

Wenn die Zucchini mit dem Aushub...

In diesem Jahr habe ich ja bei diversen Projekten schon jede Menge Erde und Schotter bewegt. Da ich seit wenigen Tagen stolzer Besitzer einer ca. 40 Jahren alten Mischmaschine in bestem Zustand bin, ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, diese mal auszuprobieren.
Klinker hatte ich ja noch jede Menge im Garten deponiert. "Randeinfassungen für meinen neuen Gemüsegarten" hieß das dieswöchige Projekt. Insgesamt wurden 10 Laufmeter ausgehoben und für das Betonieren vorbereitet.

Nach Fertigstellung mußte der Aushub irgendwo hin. Nur wo? Die Lösung lag auf der Hand. Eine gelbe Zucchini war zufällig auf der Suche nach einem endgültigen Zuhause, machte dem Aushub schöne Augen und ab nun machen beide eine gemeinsame Sache. Der Aushub - übrigens eine hervorragende Gartenerde- wurde ringförmig angelegt, quasi mit Gießrand, in der Mitte abgelagerter Kompost aufgetragen und die Zucchini darin gesetzt. Oben drauf ein schwarzes Mulchvlies - fertig. Wie so vieles bei mir im Garten: Schön ist es nicht, aber zweckmäßig!
-stefan

Mittwoch, 25. Februar 2009

Fazit nach 10 Tagen

Nach etwas mehr als 10 Tage wird es Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Bisher bin ich von der Anzuchtstation im Keller positiv überrascht. Wenn ich an meine Erfolge der letzten Jahre Chilis betreffend zurückblicke, dann war dies mehr als spärlich. Viele Sorten sind erst gar nicht gekeimt, was höchstwahrscheinlich an der zu niedrigen (Zimmer-)Temperatur lag. Aber jetzt bei 27-30°C und voller Belichtung sieht die Sache schon anders aus:
Bei allen anderen Sorten sind bisher mindestens 50% gekeimt. Vogelaugenchili und Red Aji verzeichnen sogar 100%. Selbst die Bih Jolokia, die als eher schwierig zu ziehen gilt, hat eine Keimrate von 75%. Hat mich echt überrascht.
Allerdings gibt es auch negatives zu berichten: Bisher konnte ich bei 3 Sorten einen Totalausfall beobachten. Habanero Black, Glockenpaprika und Tabasco. Glücklicherweise sind dies jedoch Sorten, die es auch als Jungpflanzen zu kaufen gibt.

Freitag, 20. Februar 2009

Vogelaugenchili macht den Anfang

Exakt 5 Tage nach der Aussaat war es heute so weit. Heute zwängten sich die ersten Pflänzchen aus der Erde. Hierbei möchte ich auf folgenden Kommentar verweisen: klick! Den Anfang machte ein guter Bekannter aus dem letzten Jahr: Vogelaugenchili.
Kurioserweise handelt es sich dabei um eine Sorte, die ich heuer eigentlich gar nicht anbauen wollte, da sie in der Verarbeitung etwas mühsam ist. Sehr kleine Früchte sind zwar für den Trocknungsprozess von Vorteil, jedoch ist das entkernen etwas schwerfällig.
Aurora, Red Aji und ein unbekannter gelber Pefferoni waren ebenfalls ganz vorne dabei. Die Habanero-Sorten brauchen wie auch im letzten Jahr etwas länger für die Keimung.

Sonntag, 15. Februar 2009

Anzuchtstation

Mit meinem Vorsatz diese Saison ausschließlich Jungpflanzen zu kaufen und auf die Anzucht komplett zu verzichten wird nichts. Es liegt allerdings nicht am Angebot und an der Verfügbarkeit von gewünschten Jungpflanzen. Vielmehr liegt es daran, dass ich ganz einfach krank im Kopf bin. ;-)
Ich kann einfach nicht anders und so wurde kurzerhand der größte Raum im Keller umfunktioniert. Die Freude meiner besseren Hälfte war riesengroß - quält sie mich ja schon seit Monaten, dass ich den Keller endlich zusammenräume. Sie war begeistert- allerdings nur so lange, bis sie davon Wind bekam, dass ich den Raum nicht wegen ihr, sondern für meine Chilis und Tomaten umgestaltete. Und das am Valentinstag!
Ich habe ja schon Panik bekommen, es könnte für die Chiliaussaat dieses Jahr schon zu spät sein, und so mußte ich schleunigst handeln. Leuchtstoffröhren und dazu passende Fassungen waren schnell gekauft. Etwas schwieriger gestaltete sich mein Wunsch nach Heizmatten oder einem beheizbaren Mini-Gewächshaus. Unmöglich so ein Ding im Fachhandel zu organisieren. Bei B........a keine Chance. Stattdessen versuchte mir eine ca. 16-Jährige Angestellte zu erklären, wie man Chilis wirklich aufzieht: Heizung und Beleuchtung wäre komplett für den Hugo. Samen in Anzuchterde, angießen und Mitte Mai ins Freie setzen. Fertig.
Mit einem Sack Bio-Anzuchterde und einem Päckchen der Sweet Million F1 habe ich den Markt verlassen und habe beschlossen ab jetzt bei wirklichen Profis zu kaufen - bei Menschen, die ihr Handwerk verstehen, die Produkte anbieten, die man als Hobbygärtner braucht, aber im normalen Gartencenter nicht bekommt weil man eben keine 08/15-Wünsche hat. Außerdem sind die Preise ebenso in Ordnung. Manchmal sogar billiger als im Einheitsbrei-Gartencenter. Der Weg führte mich also in den Growshop. Der Anbau von Hanf ist ja mit Chilis und Tomaten vergleichbar. Ebenso das dafür benötigte Equipment. Im Growshop nahm man meinen Wunsch nach warmen Füßen meiner Chilis ernst und ich erwarb ein beheizbares Gewächshaus.

Zuhause angekommen wurde die Beleuchtung montiert, das Gewächshaus aufgestellt und den Chilisamen ihr neues Heim übergeben. Zusätzlich wurden Reflektoren installiert. Ein Thermometer im Inneren bestätigt eine konstante Temperatur von 25-28°C.
Die Konstruktion ist zwar nicht perfekt, aber trotzdem hoffe ich auf bessere Ergebnisse als in den Jahren zuvor. Was allerdings nicht besonders schwer ist. ;-)

Zu den Sorten:
  • Aurora
  • Vogelaugenchili
  • Glockenpaprika
  • unbekannte gelbe Pfefferoni
  • Bih Jolokia
  • Red Aji
  • Habanero black
  • Habanero Red Savina
  • Sweet Chocolate
  • De Cayenne
  • Tabasco

Sonntag, 14. Dezember 2008

gelbe Glockenpaprika

Heute nutzte ich das milde Wetter um einige meiner Pflanzen winterfit zu machen. Bisher waren die Temperaturen zwar schon hin und wieder unter Null, so richtig lange Kälteperioden gab es jedoch noch nicht. Um von einem plötzlichen Wintereinbruch nicht überrascht zu werden, umwickelte ich einige Töpfe mit Noppenfolie bzw. Kokusmatten. Einige Hanfpalmen überwintern ebenso im Freien wie der eine oder andere Buchsbaum und vor allem der Bambus. Vor allem der Phyllostachys nigra ist mit seinen 4 Metern höhe eindeutig zu hoch für eine Überwinterung in der Gartenhütte.

Heuer war ich im Spätherbst gartenmäßig etwas nachlässig. So steht auch nach wie vor ein Foliengewächshaus im Garten, das ich immer noch nicht demontiert habe. Übersehen habe ich auch meine eigentliche letzte Ernte. Es handelt sich dabei um Glockenpaprika. Normalerweise rot, bei mir jedoch gelb. Hier ein Foto von Glockenpaprika wie sie aussehen, wenn man den idealen Erntezeitpunkt vergisst:

Freitag, 28. November 2008

Der Tag an dem der Kohl_spross!

Der eine oder andere wird sich gefragt haben, warum in meinem Blog in den letzten Wochen tote Hose eingekehrt ist. Nun, zum einen liegt es daran, dass ich beruflich einen großen Schritt gemacht habe, der eventuell sogar meine Tomatenproduktion in der kommenden Saison gefährden könnte, was ich natürlich nicht hoffe. Zum anderen ist im Garten einfach nichts los. Mitte November wurde das letzte Mal der Rasen gemäht, die Topfpflanzen wurden eingewintert und nicht winterharte Topfpflanzen in den Keller getragen. Traurig, die derzeitige Situation im Garten. Einige neue Beiträge für den Blog sind nur halb fertig und warten auf eine Fertigstellung. Dafür kann ich mit einem Gastbeitrag von Schützi (aufmerksame LeserInnen kennen ihn ja schon) dienen, der sich wie so viele von uns ebenfalls am Gemüse versucht.

Der Tag an dem der Kohl_spross!

Es war still geworden in meinem Mühlviertler Garten, nachdem's den Pflanzen zu kalt geworden war. Die Tomaten abgeerntet, die Paprika bitterlich erfroren, der Mangold chancenlos gegen die Kälte… und und und… Aber halt: jetzt geht’s erst richtig los, bei den Kohlsprossen… Der Tag an dem die Kälte kommt, ist ja in diesem Fall auch der Start der Ernte. Und so schritt ich mit dem langen Erntemesser zur Tat, kratzte den gefallenen Schnee von den Sprossen und nahm die ersten 30 Kohlsprossen mit in die Küche.

Zubereitet auf denkbar einfache Weise:

- Kohlsprossen putzen und Kochen
- Knoblauchzehnen klein schneiden
- Etwas Öl in eine beschichtete Pfanne, erhitzen, gekochte Kohlsprossen kurz darin schwenken.
- Ganz zuletzt Hitze reduzieren, Knoblauch reinmischen und rasch aufs Teller, der der Knofi sonst seinen Geschmack verliert.

Weitere geschätzte 250 Sprossen harren noch der Ernte, und bringen mich dazu auch in winterlichen Zeiten im Mühlviertel nach dem Garten zu sehen…

Dabei hatte es ja lange Zeit nicht so gut ausgesehen für die Pflänzchen: Zunächst von mir zu knapp beieinander gepflant. Mir Amateur waren die unglaublichen Ausmaße des Kohlsprossen-Strauchs nicht bewusst. Höhe ca. 150 cm, Umfang inkl. Der weitausladenden Blätter bei ca. 70 - 80 cm…. Ich hatte ihnen schlappe 30 cm vergönnt. Entsprechend schief mussten sie dann auch wachsen um zum nötigen Platz zu kommen…

Kohlsprossen - ist notiert für kommende Saison.

Samstag, 27. September 2008

Tomaten aus Steinwolle

Diese Woche habe ich einen Hobbygärtner aus Wien kennengelernt, der auf seiner Dachterrasse in Gürtelnähe Tomaten und Chili anbaut. An sich nichts Ungewöhnliches. Allerdings setzt er seine Pflanzen nicht in Erde, sondern in Steinwollewürfeln. Gedüngt wird mit unterschiedlichen Flüssigdüngern, die einfach dem Gießwasser beigefügt werden. Um ein Austrocknen zu verhindern werden die Würfel beschattet. Die Pflanzen selbst werden mit Stäben am Geländer angebunden.
Er meinte, dass der Ertrag in Ordnung sein, die richtige Dosierung der Düngermenge allerdings etwas Wissen und Erfahrung voraussetzt. Der Grund, warum er keine normale Erde nutzt, liegt klar auf der Hand: Er wohnt im 5. Stock eines Wiener Altbaus ohne Lift. Auch das gibt es heutzutage noch. Säcke mit Blumenerde oder Kompost hinaufzutragen ist einfach zu beschwerlich.
Verständlich. Er hat aber noch einen weiteren Grund genannt. Da er in unmittelbarer Nähe zur meistbefahrensten Strasse Österreichs wohnt, hat er eine massive Belastung an Luftschadstoffen, die sich in der Erde ablagern. Ein Teil der Schadstoffe wird über die Blätter aufgenommen - dagegen kann er nicht machen- ein anderer Teil wird über die Wurzeln aufgenommen. Und hier meint er, dass er auf seine Art weniger Schadstoffe in die Pflanze befördert.
Vor 2 Jahren habe ich eine Bodenanalyse durchführen lassen. Hat mich einfach interessiert, da ich unweit der VÖEST wohne und die Stadtautobahn auch nicht allzu weit entfernt ist. Der Schwermetallanteil war zwar erhöht, aber nicht in einem Ausmaß, in dem es laut Labor besorgniserregend wäre. Auch wenn wir ökologisch gärtnern, aber einige Faktoren haben wir nicht in der Hand. Dass unser Gemüse aus dem eigenen Garten allerdings absolut schadstofffrei ist, ist jedoch eine Illusion. Egal ob Erde oder Steinwolle.

Sonntag, 21. September 2008

Kürbischeck in der Steiermark

Irgendwie lassen mich die Kürbis nicht in Ruhe. Nachdem ich einige Kilo geerntet habe, entschloss ich mich für einen 2-tägigen Kürbischeck ins österreichische Mekka der Kürbiskultur. Manche nennen dies auch schlicht und einfach Steiermark. Mitgebracht habe ich einen Jahresvorrat an Kürbiskernöl und einige Fotos:

Freitag, 19. September 2008

Kürbisernte

Lange hat es gedauert, nun endlich sind zumindest teilweise meine Kürbis reif. Mit den Kürbis habe ich heuer komplettes Neuland betreten. Ein Anbau dieser Früchte ist auch eine Platzfrage. Meine 3 Kürbispflanzen nehmen ca. 30 m² in Beschlag.

Red Kuri: Den Anfang macht der Hokkaido Red Kuri. Habe gelesen, dass bei dieser Kürbis nicht geschält werden muß. Kann es irgendwie aber nicht glauben. Als Erntezeit wird Juli-September angegeben. Bei einer Ernte im September soll er bis Februar lagerbar sein. Rezepte findest du hier.


Butternut: Birnenförmiger, dünnwandiger Winterkürbis. Der Kürbis hat wenig Kerne, dafür umso mehr Fruchtfleisch. Geschmacklich ist er intensiv - einer meiner Lieblingskürbis. Die Beschaffung dieses Kürbis war auch nicht ganz leicht, nachdem sie bei der Arche Noah in Linz schon relativ bald ausverkauft waren. Hier findest du ein Rezept.

Weiters finden sich auf meinem "Feld" noch einige "Muscade de Provence"-Kürbis, die schon einige Kilos auf die Waage bringen. Da sich nur schlecht in unserem Klima ausreifen können, sollten sie so spät wie möglich geerntet werden. Lagerzeit 4-8 Monate.

Dienstag, 2. September 2008

Ersatzdroge Chili?

Heute überkam mich das Gefühl, mal wieder in den Botanischen Garten zu gehen. Der letzte Besuch lag schon einige Monate zurück. Heute konnte ich entspannter durch die Botanik wandern, da ich im Gegensatz zum letzten Mal mir keine Jungpflanzen von der Arche Noah erkämpfen mußte. ;-) Der Hauptgrund meines Besuches war die Chili-Sonderausstellung.
Um von meiner hartneckigen Tomatensucht loszukommen, bin ich auf der Suche nach Alternativen, die ich vielleicht schon gefunden haben: Chilis! Glücklicherweise gibt es bei den Chilis ebensoviele Sorten wie bei den Tomaten. Da ich ja chilimäßig eher auf der Nudelsuppe dahergeschwommen bin, beäugte ich die einzelnen Pflanzen in der Ausstellung ganz genau um zu erkunden, welche Pflanzen in der kommenden Erntesaison für mich in Frage kommen würden.

Neben den heuer angebauten Habanero und einigen anderen scharfen Sorten wird die Wahl wohl auf folgende Sorten fallen:
  • Cayenne
  • Thai Bankkok Upright
  • Anaheim
  • Ochsenhorn
  • Angelo
  • Mesani

letzte Tomaten, dafür erste Kürbis

Heute habe ich meine letzten Tomaten in diesem Jahr geerntet. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Solotaja Kaplja keine Anzeichen von Braunfäule erkennen läßt. Scheint eine äußerst robuste Sorte zu sein. Ebenfalls keine Anzeichen läßt die Reisetomate erkennen, von der ich allerdings geschmacklich nicht wirklich überzeugt bin und im nächsten Jahr bei mir im Garten pausieren muß. Fast gesund sieht auch die veredelte Campari aus. Sie lieferte bis heute jede Menge Tomaten. Wahrscheinlich war sie heuer der Sieger in der Kategorie "Ertrag". Ob ich im Frühjahr zum Veredeln beginne, weiß ich noch nicht. Ausschließen kann ich gar nichts.
Heute war sowieso ein besonderer Tag: Die letzten Tomaten, dafür die ersten Kürbis. Ein Butternut und ein Red Kuri waren die Ausbeute. Meine Erfahrung mit Kürbis ist allerdings eher spärlich. So weiß ich nie genau, wann ich sie nun endlich ernten soll. Habe wo gelesen, dass man warten soll bis der Stiel verholzt ist. Jetzt lass ich sie erstmal etwas im Keller liegen und reifen.
Keine Zeit zum Reifen wird die Zephyr-Zucchini haben. Eine wird heute auf den Griller geworfen, die andere wird morgen zu Aufstrich verarbeitet.

Montag, 1. September 2008

Umzug der Chili

Nachdem meine Tomatenpflanzen nicht mehr so wollten wie ich gerne hätte und sie mittlerweile schon im städtischen Kompostwerk dahinvegetieren, habe ich kurzerhand entschlossen, einen Großteil der Paprika und Chilipflanzen in die frei gewordenen Foliengewächshäuser umzusiedeln. Die Nächte werden schon deutlich kühler, der Herbst naht mit großen Schritten. Nun haben sie es doch um einiges wärmer. Für meine Chilis war die Braunfäule ein wahrer Segen.

Heuer habe ich zum ersten mal eine Birnenmelone angebaut. Der Erfolg hielt sich allerdings stark in Grenzen. Ganze 5 Früchte hat die Pflanze produziert. Mal sehen, ob diese auch noch vor dem Frost ausreifen. Ebenfalls eher bescheiden ist heuer meine Mellanzani-Ernte. Die Pflanze stand im FGH umgeben von hohen Tomatenpflanzen und bekam wohl zu wenig Licht ab. Fazit: keine einige ausgereifte Frucht bisher.

Sonntag, 24. August 2008

"Zephyrkürbis"

Es war ein Tag wie jeder andere. Wieder mal verspürte ich einen Guster nach Zucchini-Aufstrich. Da wird nicht lange herumgefackelt, sondern gleich in den Garten marschiert und Zucchini gesucht. Eine Zephyr hatte die richtige Größe für den Aufstrich. Paßt- aber was war da einen Schritt weiter? Sah aus wie eine Zephyr, hatte aber nahezu die gleiche Farbe wie die Red Kuri-Kürbis.
Die Ranken der Red Kuri und der Zephyr haben sich getroffen und sich dabei anscheinend verkreuzt. Ich war echt überrascht.
Beim Aufschneiden des "Zephyrküris" stellte ich fest, dass die Schale ähnlich einem Kürbis sehr hart ist, das Fruchtfleisch mehr an Kürbis als an Zucchini erinnert und nur die äußere Form an die Zephyr erinnert.
Jedenfalls habe ich sie gleich zu einer Zucchini-Kürbis-Suppe verarbeitet. Das Resultat war überwältigend. Schade dass es die einzige verkreuzte Frucht ist.

Sonntag, 10. August 2008

Zucchini wachsen und wachsen....

Zucchinis haben es schon faustdick hinter den Ohren! Zuerst täuschen sie an, eher mäßig zu wachsen um dann plötzlich innerhalb kürzester Zeit derart anschieben, dass sie zum Verzehr fast schon zu groß sind. Kaum ist mal ein Großteil der Tomatenernte aufgearbeitet, geht es gleich lückenlos weiter mit den Zucchinis.Mit meine 3 angebauten Sorten Zephyr, Cocozelle von Tripolis und der runden Zucchini, bin ich mehr als zufrieden. Diese 3 Sorten haben die besondere Eigenschaft, dass sie immer noch gut schmecken, auch wenn sie mal etwas zu groß gewachsen sind, weil der Hobbygärtner wieder mal keine Zeit zur Ernte hatte.
Tja, was mache ich morgen mit 6 kg Zucchini? Zucchini-Birnen-Marmelade habe ich schon- echt empfehlenswert. Einfrieren kann ich nichts, da ich immer noch über keinen Gefrierschrank verfüge. Schön langsam frage ich mich wirklich, ob die 400 Euro für den neuen Fernseher kurz vor der EM nicht besser angelegt werden hätte können.
Zucchini-Aufstrich wird es wahrscheinlich werden. Ich habe schon etliche Versionen mit den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen ausprobiert. Am liebsten ist mit der Zucchini-Thunfisch-Aufstrich:

2-3 Eier hart kochen. In der Zwischenzeit eine große Zucchini klein reiben, 2 rote Zwieben schneiden. Beides mit gutem Öl in eine Pfanne und langsam köcheln lassen, bis das Wasser verdunstet ist. Auskühlen lassen und in ein Gefäß füllen. Eine Dose Thunfisch, die gekochten und klein geschnittenen Eier, etwas Creme Fraiche, geschnittener Knoblauch und jede Menge Kräuter (getrocknet und frisch) werden hinzugefügt und vermischt. Bei den Kräutern eignet sich Koriander besonders gut, aber auch Basilikum, Schnittlauch, Petersilie,... sind geeignet. Da ich gerne etwas schärfer esse, füge ich neben den üblichen Verdächtigen (Salz und schwarzer Pfeffer) auch noch eine Gewürzmischung aus Italien bei, die ich normalerweise bei der Sugoproduktion verwende.
Prädikat emphehlenswert!

Donnerstag, 3. Juli 2008

Wer suchet, der findet...

Nachdem ich in den letzten Tagen bereits die ersten reifen Tomaten (Schmatzefein, rote Johannisbeer, Golden Cherokee) ernten konnte, war es nun endlich auch bei den runden Zucchinis so weit. Leider überwuchern meine 3 Kürbis die Zucchinipflanzen komplett, weshalb sich die heurige Zucchiniernte als eher schwierig erweist. Ist ein bißchen wie Ostern, nur statt Eier suche ich halt runde Zucchini. 2 habe ich bereits gefunden , einen davon geerntet.
Das Saatgut (leider ohne Sortenname) stammt aus privater Quelle. Optisch beeindruckt mich die Zucchini, die einen Durchmesser von (ehrlichen) 18 cm aufweist. Wie es geschmacklich aussieht, kann ich erst morgen berichten.